Gründung

            Der Jägerverein in Novi Bečej ist einer der ältesten Jägervereinigungen in ganz Serbien und in der Vojvodina. Der Beweis über das Gründungsjahr des Jägervereins wurde am 6. Dezember 1887 im Budapester Archiv gefunden (Dokumentennummer 57965/111). Der Jägerverein wurde offiziell am 1. Oktober 1885 bei einer Versammlung gegründet, bei der das Vereinsstatut festgelegt wurde. Der Name des Vereins war „Jägergesellschaft Novi Bečej“.

Die bei der Versammlung des Jägervereins Novi Bečej getroffenen Entscheidungen, die sich auf die Anwendung des Statuts und auf eine eventuelle Vereinsauflösung bezogen, wurden unmittelbar dem ungarischen Ministerium für Landwirtschaft, Industrie und Handel zur Überprüfung zugeschickt. Diese Zuschrift wurde vom Vorsitzenden des Vereins Ivan Urban unterschrieben. Die Antwort ließ bis zum 6. Dezember 1887 auf sich warten, als das zuständige Ministerium für Landwirtschaft, Industrie und Handel eine Bestätigung sendete, in der der Verein darüber benachrichtigt wurde, dass das Statut der Gesellschaft akzeptiert wurde, und dass sie im Sinne dieses Statutes und anhand der darin beschriebenen und bei der Gründungsversammlung festgelegten Beschlüsse handeln darf. Die Zuschrift wurde im Ministerium anhand der Genehmigung des zuständigen Ministers von Herrn Albert Bede, staatlichem Oberförster und vom Berater des Ministers unterschrieben.

Vor dem Jägerverein in Novi Bečej wurden folgende Gesellschaften gegründet:

1. Peterwardein (1873),

2. Weißkirchen (1874),

3. Pantschowa (1882),

4. Novi Sad (1883), 5.

Ostojićevo (1883), 6.

Senta (1884) und

7. Kikinda (1885).

Das heißt, dass der Jägerverein Novi Bečej zusammen mit dem Verein in Kikinda der siebtälteste Jägerverein der Vojvodina ist.

Damals wurden die Vereine im Zusammenhang mit dem Jagdgesetz von Ungarn aus dem Jahr 1872 gegründet (6. Absatz). Durch dieses Gesetz wurde die minimale Flächengröße zur Gründung eines Vereins festgelegt, die 100 Morgen betrug. Zum ersten Mal wurde die Schonzeit für Wild gesetzlich festgelegt, woran sich alle halten mussten. Durch dieses Gesetz wurde darüber hinaus zum ersten www.slotsups.com wild gambler Mal der Jagdschein in der Vojvodina eingeführt, der für den Zeitraum von 3 Jahren gültig war. Im Jahr 1875 trat der 21. Absatz des Gesetzes in Kraft, in dem beschrieben wurde, wie die Jagdscheine formal aussehen sollen, auf welche Weise diese herausgegeben werden sollen, es wurden die Jagdsteuer und die Waffenbesitzkarte sowie die Waffenbesitzsteuer eingeführt. Es wurde gesetzlich festgelegt, dass die Jagdscheine jährlich herausgegeben werden, und dass die Gültigkeit der Scheine auf ein Kalenderjahr (1. Januar – 31. Dezember) beschränkt wird. Nach nicht ganz einem Jahrzehnt – genauer im Jahr 1883 – wurde im Parlament der Österreich-Ungarischen Monarchie ein neues Jagdgesetz verabschiedet (Absätze 20 und 23), welches eine Jagd- und eine Waffenbesitzsteuer vorschrieb, sowie eine modernere und geplante Jagdwirtschaft vorsah. Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Jagdpacht im Zusammenhang mit dem Jagdgesetz aus dem Jahr 1883 zweckgemäß von der Stadt oder der Gemeinde anhand im Voraus festgelegter Bedingungen vereinbart.

Unsere Tätigkeiten


Die Jäger betrachten das Jagen in erster Linie als wirtschaftliche Tätigkeit, es kann aber auch ein „Hobby“ sein, das eine Gelegenheit bietet, Freundschaften zu schließen, neue Menschen kennenzulernen und über die verschiedenen Lebensräume der Wildtiere bzw. über die ökologischen Voraussetzungen zu ihrer Zucht und zu ihrem Schutz zu lernen. Dementsprechend erfüllen die Jäger eine wichtige Rolle in der Ökologie und im Schutz des Wildes.

 

Auf den Jägern lastet ein enormer Druck von Seiten bestimmter Organisationen, die sie als „Mörder“ betrachten. Dies entspricht natürlich keineswegs der Wahrheit, da die Jäger sich vor allem mit der Tierzucht und mit dem Tierschutz sowie mit der Weiterentwicklung des Jagens beschäftigen, während sich der eigene Nutzen nur an vierter Stelle befindet. Der Beweis dafür liegt in der Tatsache, dass sich gerade dieser Jägerverein vor ca. 60 Jahren mit der Zucht der Fasanen beschäftigt hat, darüber hinaus wurde vor mehr als 5 Jahrzehnten Hasenzucht betrieben. Ebenfalls vor 5 Jahrzehnten wurden Rebhühner eingefangen und überwintert, damit ihre Population im Winter nicht so stark abnimmt (dies konnte mehr als 80% betragen), die im Frühling wieder ins Jagdgebiet freigelassen wurden. Die Tätigkeiten des Vereins haben sich auch auf den Rehbestand positiv ausgewirkt, dessen Zahl nach dem zweiten Weltkrieg gestiegen ist.

Was die genauen Tätigkeiten der Jäger angeht (in der Vojvodina gibt es ca. 25 000 Jäger), sind sie um die 10 Monate im Jahr aktiv und gehen ihren Verpflichtungen innerhalb des Jagdgebietes nach. Dazu gehören die Fütterung der Wildtiere im Winter, die Errichtung von Remisen, Futterraufen und Tränken für die Wildtiere, der Bau von Windpumpen zur Wasserversorgung der Wildtiere in Gebieten, in denen es während der trockenen Sommermonate kein Wasser gibt, der Ausbau der Empfangsstationen für Fasanenküken im Jagdgebiet (ungefähr für einen Monat oder ein bisschen mehr), die Freilassung der Fasanen im Frühling, damit sie sich unter im Voraus gesicherten Bedingungen vermehren können, die Vorbereitung des Terrains, damit diese freigelassen und die Verluste durch Raubtiere auf ein Minimum reduziert werden können, sowie andere Aktivitäten. Aktiv gejagt wird nur knapp 2 Monate.
Im Winter wird die Aktion „Winterliche Wildfütterung“ organisiert, wenn die äußeren Bedingungen die Tätigkeiten der Jäger erschweren. Im tiefen Schnee, bei schlechtem Wetter, im Schlamm, und wenn es viele Regenfälle und Gewitter gibt, wird den Wildtieren geholfen, wenn die Bedingungen für sie am schwierigsten sind. Danach organisieren die Jäger entweder in Gruppen oder einzeln Jagden auf Raubtiere im Jagdgebiet, damit ihr Bestand auf eine akzeptable Zahl reduziert wird, die das gezüchtete Wild nicht gefährdet. Auch dies wird plangemäß durchgeführt und im Jahresplan für die Jagdwirtschaft festgehalten. Darauf folgt die Wildzählung im Jagdgebiet, an der alle Jäger teilnehmen. Anhand der dadurch gewonnenen Daten werden die Pläne für die weitere Jagdwirtschaft erstellt. Es folgt das Einfangen und die Hütung junger und erwachsener Fasanen, das Zählen der Rehe zwecks Feststellung hervorragender Exemplare und der Überprüfung der Geschlechts- und Altersverhältnisse im Jagdgebiet, die Erfassung der Trophäenexemplare und ihre Verzeichnung im Rahmen des Jagdtourismus, sowie eine Reihe anderer Aktivitäten.
In den Sommermonaten, wenn nicht genügend Wasser vorhanden ist, werden Tränken installiert, während die Jägerorganisationen, die Fasanenküken oder anderes Federwild züchten, neue Empfangsstationen bauen und die bereits vorhandenen reparieren und in diesen die Fasanenküken bei Tag und Nacht mindestens einen Monat überwachen.
Die sogenannte Hauptjagdsaison ereignet sich im November und im Dezember, weil dann auf Fasanen und Hasen gejagt wird, während an den Jagden auf Großwild (vor allem auf Rehwild) nur eine kleine Zahl an Jägern beteiligt ist.

Heute – Mitgliederzahl und Immobilien


Der Jägerverein in Novi Bečej zählt heute 142 aktive Mitglieder (Daten aus 2019).

Stojšin Slavica
Računovodstvo

Dvorski Karolj
Lovočuvar

Popov Saša
Lovočuvar

Bito Oto
Lovočuvar

Darko Lazarević
Biolog

Siniša Nešić
Predsednik

Es wird in zwei Jagdgebieten gejagt: Diese sind die Insel „Biserno ostrvo“ (2.481,56 ha) und „Arač“ (24.095,67 ha), deren Gesamtfläche 26.557,23 ha beträgt. Der Jägerverein Novi Bečej ist für ihre Jagdgebiete mit einem der besten Rehbestände in diesem Teil Europas – vielleicht sogar europaweit – bekannt. Darüber hinaus ist der Verein für die Verwaltung des speziellen Naturreservats „Slano Kopovo“ verantwortlich, welches sich seit 2004 auf der Liste der Ramsar-Gebiete befindet. Die Auskünfte der Institutionen, die sich mit Naturschutz beschäftigen, bestätigen, dass die Jäger aus Novi Bečej das unter Schutz stehende Naturgut mit aller Kraft beschützen.

Während der langjährigen Arbeit wurden im Jagdgebiet viele jagdtechnische Objekte installiert wie z. B. Ansitze, Beobachtungsstationen, Remisen für Reh- und Kleinwild (vor allem für Hasen, Fasanen und polnische Rebhühner), sowie auch Zuchtstätten wie beispielsweise Empfangsstationen für Fasanenküken an einigen Stellen des Jagdgebietes.
Da man sich in diesen Gebieten schon seit mehr als 40 Jahren mit Jagdtourismus beschäftigt, ergab sich neben dem Ausbau der Zuchtstätten in den Jagdgebieten der Bedarf, auch Jagdhäuser zu bauen, damit die ausländischen und heimischen Jäger untergebracht werden können. Aus diesem Grund wurde Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf der Insel „Biserno ostrvo“ eines der für die damaligen Verhältnisse schönsten Jagdhäuser in der Vojvodina errichtet. Die Ortswahl des Hauses war außerordentlich, da es neben der sogenannten „Mrtva Tisa“, einem Altarm des Flusses Tais, gebaut worden ist, in einem Gebiet, das von allen Seiten von Obstplantagen und Weingarten umgeben ist. Im Jahr 2010 wurden die Innen- und Außeneinrichtung des Jagdhauses renoviert: Es wurde durch einen offenen Gartenpavillon, einen Gartenbackofen, durch Hundehäuser für die Unterbringung der Jagdhunde und durch andere Neuerungen erweitert, wodurch die Jagdtouristen ihre Ruhe, aber auch Komfort genießen können. Die Gäste, die dem Verein einen Besuch abgestattet haben und in diesem Jagdhaus untergebracht wurden, kamen auch in den folgenden Jahren in dieselbe Unterkunft zurück.
Im Zentrum von Novi Bečej wurde vor ein bisschen mehr als 30 Jahren ein wunderschönes Jagdhaus gebaut, in dem sich die Büroräume der Fachleute des Vereins befinden, darüber hinaus gibt es auch einen Empfangssaal, in dem die Jagdtouristen empfangen werden und die Versammlungen des Verwaltungsausschusses und der Kommission stattfinden. Im Saal können sich auch die Mitglieder des Jägervereins unterhalten, da es auch einen Billiardraum gibt, in dem sie sich über ihre Erfahrungen und Erlebnisse bezüglich der Jagd austauschen können. Zum Besitz des Vereins gehört neben dem Jagdhaus auch ein großer, schön eingerichteter Hof mit Hundehäusern für die Jagdhunde der Vereinsmitglieder, in denen sie ihre Hunde unterbringen können, hier können jedoch auch die Jagdtouristen ihre Hunde füttern und tränken. Darüber hinaus befinden sich im Hof noch einige Garagen, eine große Maisscheune, ein Heuschuppen und ein schöner Springbrunnen. Es wurden Lagerräume und Räume für die Präparierung (für das Kochen und für die Bearbeitung) der Rehbock-Trophäen gebaut, hier werden die Jagdtrophäen auch bewertet sowie das Fleisch des erlegten Wildes (vor allem des Rehwildes) gelagert.
Im Jagdgebiet wurde im Jahr 2010 ein moderner Schießstand errichtet, an dem Wettbewerbe im Tontaubenschießen auf lokaler, Gemeinde- und auch auf Provinz- und Republikebene organisiert werden.
Seit 2009 gibt es auch einen Aussichtsturm im Naturreservat „Slano Kopovo“ (das dritte Jagdhaus).